Informationen zur Tagesfahrt

Burg Wettin und Kloster Petersberg
Auf den Spuren der Wettiner - Konrad der Große

Tagesablauf

08.00 Uhr Abfahrt Ostra-Allee 9
(Neben Schauspielhaus, vom Postplatz Richtung Haus der Presse)
10.30 Uhr Burg und Stadtführung in Wettin
12.30 Uhr Mittagessen in Wettin
13.30 Uhr Weiterfahrt zum Petersberg
14.30 Uhr Klosterführung im Kloster Petersberg
15.30 Uhr Möglichkeit des Kaffeetrinken in Petersberg
16.00 Uhr Rückfahrt nach Dresden

Informationen zu den Reisezielorten:

Burg und Stadt Wettin
Kloster Petersberg

Konrad der Große
Markgraf Konrad (Konrad von Meißen), genannt der Große oder der Fromme (* um 1098; † 5. Februar 1157 im Kloster auf dem Lauterberg) war Graf von Wettin, ab 1125 Markgraf von Meißen und ab 1136 der Mark Lausitz, aus dem Adelsgeschlecht der Wettiner.

Konrad kam als Sohn des Grafen Thimo von Wettin um 1098 zur Welt. Schon früh starb sein Vater, der seiner Familie das Gebiet um die Burg Wettin nördlich von Halle hinterließ. Seine Mutter Ida von Northeim vermittelte ihrem Sohn ein unerschütterliches Selbstwertgefühl verbunden mit einem ausgeprägten Machtbewusstsein und lehrte ihn zugleich tiefe Gläubigkeit. Konrads Vetter Heinrich I., Markgraf von Meißen und der Lausitz starb 1103. Seine Ehefrau, Gertrud von Braunschweig, brachte erst postum den Erben, Heinrich II., zur Welt. Die Hoff-nung, dass Kaiser Heinrich IV., die Reichslehen Mark Meißen und die Mark Lausitz Konrad oder seinem Bruder Dedo IV. von Wettin überträgt, zerschlug sich damit. Nach der Niederkunft machte jedoch das Gerücht die Runde, dass sie ein Mädchen geboren habe und es gegen den Jungen einer armen Frau ausgetauscht hätte. Konrad wuchs im Bewusstsein auf rechtmäßiger Erbe der beiden Marken zu sein. Bald machte er mit spitzer Zunge Heinrich im Lande lächerlich. In höchster Empörung griff Heinrich 1121 Konrad an, nahm ihn gefangen und ließ ihn in den Kerker werfen. Vermutlich hätte Konrad den Kerker nicht überlebt, doch das Schicksal erlöste ihn von seinen Leiden. Sein Peiniger Heinrich II. verstarb 1123 plötzlich mit kaum 20 Jahren, wahrscheinlich an Gift. Die wiedergewonnene Freiheit war der Wendepunkt im Leben des Konrad von Wettin.

Konrad wurde 1125 durch Kaiser Heinrich V., und 1130 auch durch Kaiser Lothar, den er auf seinen Zug nach Unteritalien begleitete, mit der Markgrafschaft Meißen offiziell belehnt. Er erhielt 1136, nach dem Tode des Markgrafen Heinrich von Groitzsch, die Mark Lausitz, und um 1143 vom Kaiser die Herrschaft über Rochlitz und das Milzenerland.

Es gelang ihm ein allmählicher Ausbau des Territoriums. Dies galt als Beginn des „Wettinischen Herrschaftsgebietes“. Markgraf Konrad verband seine des Reichsfürsten gleiche Machtstellung mit Expansion, der Ostkolonisation und Verbreitung der christlichen Lehre über die Elbe hinaus bis zur Oder. Er nahm 1147 am Wendenkreuzzug teil. Sein eigenes Land, die Mark Meißen und die Lausitz, suchte er durch flämische Kolonisten wirtschaftlich zu stärken. Konrad war der eigentliche Begründer der Macht des wettinischen Fürstenhauses. Er galt als fromm und tat sich als Vogt mehrerer Klöster hervor. Den Bau des Klosters auf dem Lauterberg, dem heutigen Petersberg bei Halle, ließ Konrad nach dem Tod seines Bru-ders vollenden und stattete es mit wertvollem Besitz aus. Der Papst entsprach dem Gesuch Konrads das Kloster unter seinen Schutz zu stellen und sicherte dem Petersberg damit dauerhaften Bestand.

Konrad war ein geschickter Diplomat. Konrad begriff die Verbindung zur Kirche als ein bedeutendes und notwendiges Instrument seiner Herrschaft. Um die eigene Position im heutigen Mitteldeutschland, zu halten und auszubauen, war ihm ein gutes Verhältnis zu den einflussreichen Magdeburger Erzbischöfen besonders wichtig.

Der Mann, der heute als Stammvater des Sächsischen Königshauses gilt und den Fürstenzug der Wettiner am Dresdner Schloss anführt, begann als armer Graf an der Saale seinen Auf-stieg zum angesehenen „Landesfürsten“. Bis zum Ende seines Lebens sollten ihm ein fester Glaube an sich selbst, aber auch eine gehörige Portion Glück ständige Begleiter sein. Konrad starb am 5. Februar 1157, nur zwei Monate nach seinem Eintritt ins Stift auf dem Lauterberg.

Seine Ehe mit Luitgard von Ravenstein († 19. Juni 1146 im Kloster Gerbstedt, umgebettet zum Augustinerchorherrenstift auf dem Lauterberg bei Halle), Gräfin von Elchingen-Irrenberg, Tochter Adalberts von Ravenstein, Graf von Elchingen und Irrenberg und der Bertha von Staufen, Tochter Friedrichs I. von Schwaben. Gründerin des Klosters Elchingen war eine Liebesheirat.

Kinder:

- Heinrich († jung)
- Otto der Reiche (* um 1116; † 18. Februar 1190), Markgraf von Meißen
- Dietrich von Landsberg und Eilenburg (* um 1118; † 9. Februar 1184)
- Dedo V. der Feiste (* um 1121; † 16. August 1190)
- Heinrich I. von Wettin (* um 1123; † 30. August 1181)
- Friedrich von Brehna (* um 1126; † 4. Januar 1182)
- Oda, Äbtissin in Gerbstedt († um 1190)
- Bertha, Äbtissin in Gerbstedt
- Adela († 23. Oktober 1181)
- Sophie († um 1191), verheiratet mit Graf Gebhard von Burghausen
- Gertrud († um 1191), verheiratet mit Graf Günther II. von Schwarzburg
- Agnes († 21. Januar 1203), 1184 Äbtissin von Quedlinburg

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