Informationen zur Tagesfahrt

Wörlitzer Park - ein Tag zum Genießen
Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich - Welterbe der Unesco

Tagesablauf

07.30 Uhr Abfahrt Ostra-Allee 9
(Neben Schauspielhaus, vom Postplatz Richtung Haus der Presse)
10.00 Uhr Parkführung durch den Wörlitzer Park
12.30 Uhr Mittagessen im Wörlitzer Park
14.00 Uhr Gondelrundfahrt durch die Parkanlage
15.30 Uhr Möglichkeit des Kaffetrinkens im Wörlitzer Park
16.15 Uhr Rückfahrt nach Dresden

Informationen zu den Reisezielorten:

Dessau-Wörlitzer Gartenreich - Welterbe der Unesco

Wörlitzer Park
Wörlitz, ein reizendes kleines Städtchen in Sachsen-Anhalt, das auf eine mehr als 1000jährige Geschichte zurückblicken kann, gelangte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu Berühmtheit. Einer der frühesten und wohl auch schönsten Landschaftsparks Kontinentaleuropas entstand hier in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ort. Von Beginn an für jedermann zugänglich, sollte der Garten neben der Erholung vornehmlich auch der Bildung dienen.
Die Wörlitzer Anlagen sind Teil des Gartenreichs Dessau-Wörlitz, das seit November 2000 auf der Welterbeliste der UNESCO steht. Gelegen ist das gesamte Gartenreich inmitten des Biosphärenreservats Flusslandschaft Mittelelbe. Die Lutherstadt Wittenberg und die Bauhausstadt Dessau befinden sich in greifbarer Nähe, so dass Wörlitz vielfältige Möglichkeiten für Touristen bietet.

Nachfolgend möchten wir Sie mit den Sehenswürdigkeiten in Wörlitz näher bekannt machen.

Das Schloss
Der Bau des Wörlitzer Schlosses gehört zu den herausragenden Leistungen der Dessauer Reformer. Es ist das früheste klassizistische Schlossbauwerk außerhalb Englands. Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, Freund und Baumeister des Fürsten Franz, errichtete es zwischen 1769 und 1773 für das jung vermählte Fürstenpaar. Als Vorbild dienten ihm Bauwerke in England und Italien. Dafür musste das alte barocke Jagdschloss weichen.
Zeitgenössische Kunstwerke gehören neben der Antikensammlung und Gemälden alter Meister gleichermaßen zur künstlerischen Ausstattung des Bauwerkes, dessen Einrichtung vorwiegend von den Händen einheimischer Handwerker geschaffen wurde. Einst diente es der fürstlichen Hofgesellschaft zur Repräsentation und zu Festlichkeiten, es stand aber von Anfang an jedermann offen. Heute ist es Museum, das mittels Führungen besichtigt werden kann.

Das Küchengebäude
In unmittelbarer Nähe des Schlosses entstand zwischen 1770 und 1772 das Küchen- und Wirtschaftsgebäude nach Entwürfen F.W.v.Erdmannsdorffs.
Zum Schloss hin wird die ansonsten schlichte Anlage durch die klassi- zistische Fassade des Sommersaales verblendet. Nachdem das Gebäude einige Jahre leergestanden hatte, konnte es nach erfolgter Restaurierung im März 2000 der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Heute beherbergt das Küchengebäude einen Gartenreichladen, eine Gastwirtschaft (in der ehem. Küche) und eine Ausstellung. Auch der unterirdische Verbindungsgang zwischen Küchengebäude und Schloss wird wieder genutzt. Gäste, die an einer Schlossführung teilnehmen, werden durch ihn in das Küchengebäude entlassen.

Das Gotische Haus
Neben dem klassizistischen Baustil verhalfen die Wörlitzer Anlagen auch dem neugotischen Baustil in Mitteleuropa zum Durchbruch. Das Gotische Haus ist ein frühes Beispiel dafür.
Es wurde in mehreren Bauphasen nach Entwürfen und Vorgaben der Baumeister Georg Christoph Hesekiel und Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff sowie des Fürsten Franz zwischen 1773 und 1813 errichtet. Die Front des Hauptgebäudes an der Kanalseite ist der Fassade der venezianischen Kirche „Maria dell´ Orto“ nachempfunden; zur Gartenseite hin diente ein Bauwerk aus England, Horace Walpoles Strawberry Hill, als Vorbild.
Ursprünglich als Gärtnerwohnung errichtet, diente das Haus später als Refugium, Museum und Studienstätte des Fürsten, in dem auch seine Sammlungen, u.a. Glasgemälde des 15. bis 17. Jahrhunderts aus der Schweiz sowie deutsche, niederländische und italienische Malerei des 16. bis 18. Jahrhunderts untergebracht waren. Möblierung und Raumgestaltung sind neugotisch. Im Gegensatz zum Schloss stand das Gotische Haus zur Zeit des Fürsten Franz nicht jedermann offen. Heute kann es von April bis Oktober innerhalb einer Führung besichtigt werden.

Floratempel
Der Floratempel wurde 1797/98 von Erdmannsdorff nach dem Vorbild von Chambers Casinobau in Wilson errichtet, der wiederum auf den Clitumnustempel bei Spoleto zurückgeht. Er diente zur Zeit des Fürsten Franz als Musikpavillon, gut geeignet zum Musizieren im Quartett. Der Göttin der Blumen und der Jugend zu Ehren, wurde dieser Bereich von jeher mit Blumen geschmückt, was im frühen Landschaftsgarten nicht üblich war. Vor dem Tempel sind sogar die "hochverehrten Werkzeuge der Fruchtbarkeit mit Blumen in den grünen Rasen gemalt".

Kirche St. Petri und Bibelturm
Das höchste Bauwerk in Wörlitz ist der Turm der Kirche St. Petri, die sich an der Grenze zwischen Stadt und Park unweit des Schlosses befindet. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine kleinere romanische Kirche, die Albrecht der Bär zur Förderung des kirchlichen Lebens im Wörlitzer Winkel gestiftet hatte (1196 – 1201 gebaut). 1532 predigte hier Martin Luther vor den anhaltischen Fürsten. In den Jahren 1804 bis 1809 ließ Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau die Kirche samt Turm im neugotischen Stil umbauen und erweitern.

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