Informationen zur Tagesfahrt

Lutherstadt Wittenberg
- Stadtführung durch die historische Innenstadt
- Besuch und Führung Luterhaus
- Kurzbesuch der Hundertwasserschule

Tagesablauf

07.00 Uhr Abfahrt Ostra-Allee 9
(Neben Schauspielhaus, vom Postplatz Richtung Haus der Presse)
10.00 Uhr Stadtführung durch die historische Innenstadt
(mit Schlosskirche und Cranach-Höfe)
12.30 Uhr Mittagessen in einem historischen Gasthof
14.00 Uhr Besuch und Führung im Lutherhaus
16.00 Uhr Möglichkeit des Kaffetrinkens in der Region
16.30 Uhr Rückfahrt nach Dresden

Informationen zu den Reisezielorten:

Wittenberg
Wittenberg, das ist die Stadt der Reformation, eine Stadt mit UNESCO-Welterbe, mit einer fazinierenden Fülle an herausragenden geschichtsträchtigen Gebäuden, Kirchen und Museen.

Herausragende Bedeutung erlangte Wittenberg als eines der wichtigsten deutschen Zentren politischer, kulturgeschichtlicher und künstlerischer Bestrebungen im 16. Jahrhundert. Die weltberühmten Reformationsstätten in der Altstadt und in verschiedenen Epochen entstandene Gebäude zählen zu den bedeutendsten Stätten der deutschen Geschichte. Die Wirkungsstätten Martin Luthers, Philipp Melanchthons und Lucas Cranachs werden bereits seit Jahrhunderten von internationalen Gästen aufgesucht. Das Lutherhaus, das Melanchthonhaus, die Stadt- und die Schlosskirche sind als Luthergedenkstätten seit 1996 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO.

Wittenberg war Hauptstadt des sächsischen Kurkreises und einst herzogliche und kurfürstliche Residenz von Sachsen-Wittenberg. Später wurde sie auch Zentrum der chemischen Industrie und ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt an den Strecken Berlin–Leipzig und Magdeburg–Dresden.

Lutherhaus
Das heutige Lutherhaus war ursprünglich ein Klosterbau, erbaut in den Jahren 1504 bis 1507. Das Kloster gehörte zum Orden der Augustinereremiten.
1508 kam Martin Luther als Mönch in das Kloster, welches 1522 im Zuge der Reformation aufgelöst wurde.
1532 ging der Renaissancebau in den Besitz Luthers über, als Geschenk des Kurfürsten Johann des Beständigen.
Hier lebte er viele Jahre mit seiner Frau Katharina von Bora und seinen Kindern.
Später wohnten hier auch Studenten der Universität.
Bis 1816 wurde das Gebäude als Uni Wittenberg „Leucorea“ genutzt.
Im Jahre 1883 wurde ein reformationsgeschichtliches Museum in diesem Hause eingerichtet, welches das weltweit bedeutendste seiner Art ist und einmalige Zeugnisse der Reformation birgt.

Cranach-Häuser
Im Jahre 1518 wurde das Grundstück von Lucas Cranach dem Älteren (1472 – 1552) erworben; 1540 ließ er Haus und Anwesen dann nach seinen Vorstellungen umbauen. Das Vorderhaus blieb Wohnzwecken vorbehalten.
Der linke Seitenflügel beherbergte die Druckerei des Meisters und im Quergebäude, das den Hof des Hauses beschließt, befand sich die berühmte Malerwerkstatt von Lucas Cranach d. Ä.. Er hatte das Apothekenrecht erworben und im Haus noch eine Apotheke betrieben, die im 18. Jahrhundert neu belebt wurde und auch heute in diesem Haus wieder ihre Geschäftsräume hat.
Am 27.11.2005 wurde Cranach zu Ehren ein Denkmal im Innenhof aufgestellt.
Im Cranachhof befindet sich u. a. die Historische Druckerstube.

Schlosskirche
Ab 1489 ließ Kurfürst Friedrich der Weise unter der Leitung des Baumeisters Konrad Pflüger in Wittenberg ein Schloss errichten.
Nachdem 1507 die Kirche der Universität angegliedert wurde, schlug Martin Luther der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Tür des Hauptportals an.
1528 führte man im Zuge der Reformation den evangelischen Gottesdienst in der Schlosskirche ein.
Während des Siebenjährigen Krieges brannte 1760 die Kirche durch Kanonenbeschuss aus, die Thesentür und die Innenausstattung gingen verloren. Die Kirche wurde in schlichter Form 1770 wieder hergestellt. Aber erst 1858 erhielt sie eine von König Friedrich Wilhelm IV. gestiftete neue Thesentür aus Bronze.

Stadtkirche
Erstmalige Erwähnung im Jahr 1180.
Ein frühgotischer Neubau wurde am Ende des 13. Jahrhunderts begonnen.
Der jetzige spätgotische Bau ist zwischen 1412 und 1493 entstanden. Als Predigtkirche Martin Luthers ist die Wittenberger Stadtkirche der Ausgangsort der lutherischen Reformation.
Am 25. Dezember 1521 wurde hier der erste evangelische Gottesdienst in deutscher Sprache gefeiert. Johannes Bugenhagen hat Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora anlässlich ihres ersten gemeinsamen öffentlichen Kirchengangs am 27. Juni in dieser Kirche eingesegnet. Der Kirchenraum wurde 1928 letztmalig restauriert.
Die Orgel von 1983 ist von der Firma Sauer in Frankfurt/Oder errichtet worden.

Hundertwasserschule
1993 entstand die Idee, die sanierungsbedürftige Schule in DDR-typischer Plattenbauweise nach Plänen von Hundertwasser zu gestalten.
Der weltweit bekannte Künstler Friedensreich Hundertwasser kämpfte als Maler, Architekt und Ökologe schon seit Jahren leidenschaftlich für ein Leben in Harmonie mit der Natur und setzte sich unermüdlich für eine natur- und menschengerechte Architektur ein.
Wichtig ist, dass es bei dieser Schule nicht nur um eine bunte Hülle geht. Die Innengestaltung wurde durch Künstlerinnen aus Sachsen-Anhalt mit den Schüler(inne)n des Gymnasiums realisiert.
Erkunden Sie bei einem Spaziergang oder während einer Radtour durch Wittenberg dieses "lebende" Kunstwerk.


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