Informationen zur Tagesfahrt

Schloss Hubertusburg und die Stadt Oschatz
Schloss Hubertusburg mit großer Führung und Besuch der neuen Ausstellungsräume
Stadt Oschatz mit Stadtführung und Besuch des Stadt- und Waagenmuseum

Tagesablauf

09.00 Uhr Abfahrt Ostra-Allee 9
(Neben Schauspielhaus, vom Postplatz Richtung Haus der Presse)
10.30 Uhr Grosse Führung im Schloss Hubertusburg
13.00 Uhr Mittagessen in Wermsdorf
14.00 Uhr Weiterfahrt nach Oschatz
15.00 Uhr Stadtführung in Oschatz
16.00 Uhr Führung durch das Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum
16.45 Uhr Möglichkeit des Kaffeetrinken in Oschatz
17.30 Uhr Rückfahrt nach Dresden

Informationen zu den Reisezielorten:

Schloss Hubertusburg
Zum Hubertustag, am 3.11.1721, gab August der Starke den Befehl, eine neue Schlossanlage zu bauen, nachdem das Alte Jagdschloss den Ansprüchen des kurfürstlichen Hofes nicht mehr genügte. So entstand an den Wäldern rund um Wermsdorf das größte und ehemals prächtigste barocke Jagdschloss Europas, die Hubertusburg. Im 18. Jahrhundert erlebte das Schloss glanzvolle Zeiten. Mit den »Hubertusburger Frieden« wurde hier 1763 der siebenjährige Krieg beendet.

Stadt Oschatz
Seit der ersten Stadterwähnung im Jahre 1238 erlebte Oschatz eine wechselvolle Geschichte. Jahre der Armut und des Leids, bedingt durch Kriege, Hungersnöte, Pest und Stadtbrände wechselten mit den Jahren des Wohlstandes und Frieden. Die günstige Lage der Stadt an der Hohen Straße führte zur Entwicklung des Fernhandels, der Ansiedlung von Kaufleuten, zur Herausbildung des Handwerkes und somit zur wirtschaftlichen Blüte. Bereits 1394 erhielt Oschatz das Privileg, Jahrmärkte abzuhalten. Das 600jährige Marktjubiläum wurde 1994 erfolgreich gefeiert. 1539 setzte sich auch in Oschatz die Reformation durch.
Schöne Bürgerhäuser im Renaissancestil umsäumen den Neumarkt, auf dem sich der vom Leipziger Steinmetz Gregor Richter 1589 geschaffene Marktbrunnen befindet. Das Rathaus, 1842 nach dem großen Stadtbrand unter Leitung des berühmten Dresdener Baumeisters Gottfried Semper wieder aufgebaut, hat einen prächtigen Renaissancegiebel.
Weit sichtbar überragt die 75 m hohe doppeltürmige St. Aegidienkirche die Stadt. Beim letzten Stadtbrand zerstört, wurde sie nach Plänen des Nürnberger Baumeisters Prof. Heydeloff im neugotischen Stil wieder aufgebaut. Einmalig ist das kunstvolle, aus Buntglasmalerei, gefertigte Altarbild. Die Turmbesteigung ermöglicht nicht nur eine Besichtigung der Türmerwohnung, sondern auch einen weiten Blick über die Stadt und das schöne Oschatzer Land. Eines der ältesten Gebäude der Stadt ist die mittelalterliche Klosterkirche, das einzige erhalten gebliebene Bauwerk des ehemaligen Franziskanerklosters.
Reste der alten Stadtmauer mit Wehrgang und zwei Wachtürmen, die Amtsfronfeste und Ratsfronfeste sind Zeugen des mittelalterlichen Oschatz. Hier befindet sich das Oschatzer Museum. Die Folterkammer aus dem Jahre 1574 dokumentiert mit ihren Folterwerkzeugen die Gerichtsbarkeit jener Zeit.
Einblick in das 18. Jahrhundert gibt die bürgerlich-bäuerliche Wohnkultur. Besonders sehenswert ist die in Sachsen einmalige Waagensammlung mit 100 Exponaten. Eine besondere Attraktion der Stadt ist die kleine Schmalspurdampfeisenbahn. Sie fährt noch immer als Wirtschafts- und Traditionsbahn (Güter und Personen) zwischen Oschatz und Mügeln und lockt viele Besucher in unsere Stadt. Oschatz ist mit seinen ca. 18.000 Einwohnern im Herzen Sachsens eine freundliche, interessante Stadt mit 15 Ortsteilen.

Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum
Das Stadtmuseum mit der in Deutschland und Europa einzigartigen Waagenausstellung befindet sich in den historischen Gebäuden der Amtsfronfeste und der Ratsfronfeste an der Stadtmauer. In den vergangenen Jahren wurde der gesamte Museumskomplex einschließlich der Außenanlagen saniert und umgestaltet.
In der Amtsfronfeste ist seit 1996 eine Ausstellung über Oschatzer Wohnkultur und das Oschatzer Handwerk zu sehen. Von diesem Gebäude aus ist auch der aus dem Jahr 1377 stammende Wachturm begehbar. Dieser 25 Meter hohe Aussichtsturm bietet einen eindrucksvollen Blick über Teile der Altstadt. Am rückwärtigen Teil des Gebäudes ist der Rest eines hölzernen Wehrganges erhalten.
Das mittlere Gebäude stammt aus dem Jahr 1898 und wurde damals von der Stadt als Obdachlosenasyl errichtet. Seit der Sanierung im Jahre 1998 beherbergt es die einzigartige Waagenausstellung. Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist die Tradition des Waagenbaus in Oschatz, insbesondere die 1845 gegründete Waagenfabrik der Gebrüder Pfitzer. Die Pfitzersche Personenwaage, die als ein Geschenk an den Rat der Stadt ihren Platz ursprünglich im Sitzungssaal des Rathauses hatte, war bereits 1862 Exponat auf der Weltausstellung in London und ist jetzt im Waagenmuseum zu bewundern. Einmal im Jahr, zur letzten Ratssitzung, kehrt sie noch an ihren alten Standort in den Ratsaal zurück, um beim traditionellen Ratsherrnwiegen ihre tadellose Funktion unter Beweis zu stellen. Die größeren Exponate der Ausstellung sowie eine orginalgetreue Waagenwerkstatt sind im Museumshof zu sehen. Neuestes Austellungsstück ist eine Satzwaage, die in einem neu errichteten gläsernen Anbau an der Ratsfronfeste untergebracht ist. Da Salz in früheren Jahrhunderten ein sehr wertvolles Gut war, verfügt das empfindliche Messsystem dieser großen Waagen über eine erstaunliche Messgenauigkeit.

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