Informationen zur Tagesfahrt

Annaberg-Buchholz mit der Annen- und Bergkirche
mit Besuch Adam-Ries-Museum und Frohnauer Hammer

Tagesablauf

08.00 Uhr Abfahrt Ostra-Allee 9
(Neben Schauspielhaus, vom Postplatz Richtung Haus der Presse)
10.00 Uhr Besuch St. Annenkirche in Annaberg Buchholz
11.00 Uhr Besuch der Bergkirche in Annaberg
12.00 Uhr Mittagessen in Annaberg
13.30 Uhr Besuch Adam-Ries-Museum
15.00 Uhr Führung im Frohnauer Hammer
16.00 Uhr Möglichkeit des Kaffeetrinken in der Region
17.00 Uhr Rückfahrt nach Dresden

Informationen zu den Reisezielorten:

Annaberg-Buchholz

Die Geschichte des Erzgebirges wurde maßgeblich durch den Bergbau geprägt.
Einen ersten Aufschwung erlebte der Bergbau im Erzgebirge bereits im 12.Jahrhundert durch den Silberfund auf dem Gebiet, der kurz darauf gegründeten, Bergstadt Freiberg. Am 28. Oktober 1491 legte ein gewisser Daniel Knappe (Sagengestalt, aus den Namen entstand die Bergknappen) in Frohnau einen Gang frei und stieß auf die Silbererzvorkommen am Schreckenberg. Das daraufhin ins Land erschallende "Große Berggeschrei" löste in der Folge einen starken Zuzug in das Erzgebirge aus. Der albertinesche Landesherr Herzog Georg der Bärtige wirkte von Anfang an aktiv mit und ließ am 21. September 1496 die "Neue Stadt am Schreckenberg", das spätere St. Annaberg, gründen.

Bereits im Jahre 1498 wurden eine eigene Münze sowie ein Bergamt errichtet und schon 1499 wurde der Grundstein zur noch heute größten spätgotischen Hallenkirche Sachsens, St. Annen, gelegt. Im Jahre 1502 initiierte der Herzog den Bau eines mächtigen Franziskanerklosters. 1509 wurde die "Annaberger Bergordnung" verfasst, die Bedeutung für ganz Sachsen und weitere europäische Bergbaureviere erlangte. Schon im Jahre 1530 war Annaberg infolge des raschen Aufschwunges mit 12.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Sachsens. Zahlreiche Künstler, Handwerker sowie Bergherren gaben dem Erzgebirge ihr Gepräge und hinterließen bedeutende Werke der Architektur und Kunst.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gab es infolge sinkender Silberfunde einen Rückgang im Bergbau und andere Produktionszweige gewannen an Bedeutung.

Nach der Einführung der Gewerbefreiheit in Sachsen im Jahre 1861 und der im Jahre 1866 eröffneten Bahnlinie Chemnitz-Annaberg, setzte ein erneuter Aufschwung in der Region ein, welcher mit dem Aufblühen von Handwerk, Industrie und Gewerbe verbunden war.

St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz

Diese beeindruckende Hallenkirche der Spätgotik mit ihrem schönen Portal wurde in den Jahren 1499 bis 1525 von Konrad Pflüger, Peter von Pirna und Jakob Heilmann nacheinander erbaut. Der von blütenförmigen Schlingrippengewölben bespannte prachtvolle Innenraum birgt wertvolle Kunstschätze.

Dazu gehören die Kanzel aus der Werkstatt des Bildhauers Franz Maidburg, an der ein Bergmann vor Ort dargestellt ist und der so genannte Annaberger Bergaltar, welcher von einem unbekannten Freiberger Schnitzer und dem Maler Hans Hesse geschaffen wurde. Auf dem Tafelbild an der Rückwand des Bergaltars ist die Legende um den Silberfund am Schreckenberg dargestellt.Der aus dem Franziskanerkloster umgesetzte Taufstein und die "Schöne Tür" sind Werke von Hans Witten.
Heute gehören Gruppenführungen und musikalischen Veranstaltungen, so auch Orgelkonzerte auf der rekonstruierten und restaurierten Walcker-Orgel, zum ständigen kulturellen Angebot des Gotteshauses. Möglich sind auch Turmbesichtigungen, zumal die Türmerwohnung in der St. Annenkirche seit geraumer Zeit auch wieder bewohnt ist.

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St. Annenkirche Martin Luther
St. Annenkirche
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